WPA3 (Wi‑Fi Protected Access 3) ist der aktuelle Standard zur Absicherung von WLAN‑Netzen. Er ersetzt WPA2 nicht sofort, sondern ergänzt und verbessert die Verschlüsselung, Anmeldeverfahren und Schutzmechanismen für moderne Heim‑ und Firmennetze. Der Standart wurde 2018 vorgestellt und adressiert insbesondere Angriffe wie automatisierte Wörterbuch‑Attacken (Brute Force) sowie Schwachstellen in der Management‑Kommunikation.

Die wichtigsten Neuerungen

  • Robuste Authentifizierung (SAE): WPA3 nutzt Simultaneous Authentication of Equals (SAE) statt des klassischen Pre‑Shared Key‑Mechanismus. SAE macht das automatische Durchprobieren von Passwörtern erheblich schwieriger.
  • Schutz vor Wörterbuch‑Attacken: Durch SAE sind offline durchgeführte Passworttests deutlich erschwert.
  • Protected Management Frames (PMF): PMF wird verpflichtend und schützt Management‑Frames (z. B. Beacons, Deauthentications) vor Manipulationen.
  • Bessere Verschlüsselung bei offenen Netzen: Optional eine individuellere Verschlüsselung in offenen Netzwerken (Enhanced Open/OWE) für mehr Privatsphäre in Cafés oder Hotels.

In der FRITZ!Box aktivieren.

Voraussetzungen und Schritte Um WPA3 zu nutzen, müssen sowohl der WLAN‑Router als auch die Endgeräte WPA3 unterstützen. Bei FRITZ!Box‑ und FRITZ!Repeater‑Modellen sowie Powerline Geräte ist WPA3 ab FRITZ!OS 7.20 verfügbar. So aktivierst du WPA3 in einer FRITZ!Box:

  1. Menü öffnen: „WLAN“ > „Sicherheit“
  2. WLAN‑Modus auf „WPA2 + WPA3“ stellen (Transition Mode)

Der Transition Mode erlaubt die gleichzeitige Anmeldung von WPA2‑ und WPA3‑Geräten, wodurch Kompatibilität gewährleistet bleibt.

Geräte‑Support:

Worauf du achten musst Betriebssysteme und Treiber müssen WPA3 unterstützen:

  • Windows 10/11: ab Version 1903, Treiberabhängig
  • macOS: ab 10.15 (Catalina)
  • iOS / iPadOS: ab Version 13
  • Android: ab Android 10 (herstellerabhängig)

Ältere Geräte, Drucker oder IoT‑Komponenten unterstützen eventuell nicht oder benötigen Firmware‑Updates.

Praxis‑Tipps zu WPA3

  • Transition Mode nutzen: Schalte zunächst „WPA2 + WPA3“ ein, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
  • Firmware aktuell halten: Router‑ und Geräte‑Updates verbessern den Support und schließen Sicherheitslücken.
  • Bei Verbindungsproblemen: WLAN‑Profil am Endgerät löschen und neu einrichten; ältere Geräte ggf. mit WPA2 weiternutzen.
  • PMF‑Probleme: Manche ältere Peripheriegeräte unterstützen PMF nicht; prüfen, ob ein Update verfügbar ist.

Fazit:

WPA3 ist ein wichtiger Schritt zu sichereren WLAN‑Verbindungen. Die neuen Authentifizierungsmechanismen (SAE), verpflichtende PMF und Verbesserungen für offene Netze erhöhen den Schutz gegen Abhören und Manipulationen. Mit Geräten und Firmware, die WPA3 unterstützen — etwa FRITZ!Box‑Modellen (Anzeige) ab FRITZ!OS 7.20 — lässt sich das Heim‑WLAN nachhaltig absichern, ohne sofort auf ältere Geräte verzichten zu müssen.